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Cichliden

Abgeleitet von Buntbarsche (Cichlidae)

Die Aufteilung der Cichliden aus dem Malawisee gestaltet sich wie folgt (wobei wir noch eine Unterteilung, die Sandcichliden, eingebracht haben) denn laut Literatur sind der Aulonocara-Gruppe die Tramitochromis und Lethrinops und der Haplochromis-Gruppe die Nyassachromis zugeordnet.

Die verschiedenen Gruppen im Malawisee

Aulonocaras - Aulonocara

Beschreibung siehe unter Die Gattung Aulonocara

Sandcichliden

Zu dieser von uns aufgestellten Gruppe zählen wir Arten, die einen reinen Bezug zu dem Sandboden haben und auch brauchen. Bei den  meisten dieser Arten ist eine Vergesellschaftung mit anderen Arten nicht unbedingt zu empfehlen. Da sie auf der einen Seite (Lethrinops) sehr sensibel gegenüber Stress und Unruhe (bei der Vergesellschaftung mit Mbunas) sein können und auf der anderen Seite eine große Freifläche über dem Sand zum bauen ihrer Laichkrater benötigen. Im Umgang mit Wildfängen kann es aus unserer Sicht her Schwierigkeiten geben, mehrere Männchen einer Art zu pflegen, da sie im See teilweise ihre Krater mit einer Fläche von bis zu 2 Quadratmeter gegen andere Männchen heftig verteidigen können. Im Nachzuchtbereich haben wir die Erfahrung gemacht, das sich mehrere Männchen einer Art ausfärben.

Haplochromis

Gewöhnlich sieht man die Gruppe der Haplochromine in kleinen Gruppen oder auch großen Schwärmen (auch Utakas genannt) auf ständiger Nahrungssuche im See umherschwimmen. Bis auf wenige Ausnahmen bilden die Männchen Kolonien, in denen sie ihre Reviere gegen Eindringlinge verteidigen.

Der Gattungsname leitet sich daraus ab, dass viele dieser Arten früher, vor ihrer genauen Bestimmung, unter Haplochromis gehandelt wurden. In älterer Literatur kann man z.B. Cyrtocara oder Nimbochromis noch als Haplochromis finden.

Viele Arten dieser Gruppe färben nur zur Balzzeit und laichen im See nur einmal im Jahr und in Gefangenschaft 2 bis maximal 3-mal ab.

Mbunas

Die Zumeist sehr farbenprächtigen, klein bis mittelgroßen, felsbewohnenden Cichliden des Malawisees nennen die einheimischen Fischer aus der Sprache des Volksstamms der Tonga, "Mbuna". Dieser Name wurde schon früh von den Wissenschaftlern und Aquarianern übernommen und hat sich als feststehender Begriff durchgesetzt. Mbunas sind im Malawisee endemisch, d.h. es gibt sie nur hier. Laut Dr. Andreas Spreinat (1994) werden 10 Mbuna Gattungen unterschieden Cyathochromis 1 Art, Cynotilapia ca. 14 Arten, Genyochromis 1 Art, Gephyrochromis 4 Arten, Iodotropheus 2 Arten, Labeotropheus 2 Arten, Labidochromis ca. 30 Arten, Melanochromis ca. 24 Arten, Petrotilapia ca. 21 Arten, Pseudotropheus ca 170 Arten. Mbunas erreichen eine Gesamtlänge von 8 bis 12 cm und halten sich meist strikt im felsigen bzw. steinigen Untergrund auf. Da in den Mägen der meisten Mbunas überwiegend Algen gefunden wurde, bezeichnet man diese Art als Pflanzenfresser, obwohl das eigentliche Futter, das die Mbunas gedeihen lässt, (neben den verdaulichen Kieselalgen) Mikroorganismen, Insektenlarven, Krebstierchen, Milben, Schnecken und Zooplankton sind. Sie werden von den Mbunas beim durchkämen des Aufwuchs an den Algensträngen mit aufgenommen.  Durch die Lebensweise im felsigen bzw. steinigen Untergrund sind sie vergleichsweise sehr Standorttreu. Ein Phänomen der Gruppe der Mbunas wird als Polychromatismus (=Vielfarbigkeit) bezeichnet. Hierunter versteht man die Ausbildung von unterschiedlichen Farbkleidern einer Art und eines Geschlechts, die zudem noch den gleichen Lebensraum bewohnen. Die Normalform wird analog als BB-Morphe (Blue Black) bezeichnet. OB-Morphe (orange blotched = orange gefleckt) sind xanthoristische Individuen einer Art. Derartig gefärbte Männchen sind in der Natur ausgesprochen selten und werden deshalb als "Marmalde Cat" bezeichnet.

Raubfische

Die Gruppe der Raubfische umfasst in der Regel Arten die Größer (> 17 cm) werden. Ihre Nahrung besteht vorwiegend aus kleineren Fischen wie z.B. Utakas und Mbunas die sie in Ihrem Biotop jagen.

Diese Arten sind nicht territorial und ziehen auf ständiger Suche nach Futter meist alleine durch ihr Biotop. Gegenüber Artgleichen Männchen können diese Arten mitunter sehr aggressiv sein. Wobei es im See vereinzelte Arten, wie Champsochromis caeruleus, Nimbochromis polystigma oder Stigmatochromis woogi gibt, die in kleineren Schulen auf Nahrungssuche umherschwimmen. Beim Halten dieser Arten im Aquarium sollte man darauf achten, dass man vom Temperament her gleiche Arten vergesellschaftet. Auf die Aquariengröße sind wir gezielt bei der Beschreibung der einzelnen Arten eingegangen.

Wir haben uns bemüht in der Artenliste, die unter den einzelnen Gattungsnamen aufgeführt ist, alle wissenschaftlich beschriebenen Gattungen, bekannte und unbekannte Unterarten aufzulisten. Die angegebenen Fang Orte (auch bei seeweiter Verbreitung) stammen aus den Bildnachweisen folgender Literatur:

  • Ad Konings, Malawicichliden ihrem natürlichen Lebensraum 3. Auflage
  • Ad Konings, Malawicichliden in their natural habitat 4th Edition
  • Ad Konings, Atlas der Malawicichliden Band I – III
  • Ad Konings, Back to Nature 2. Auflage

Aufgrund der Nachweise aus der Literatur haben wir uns für die Bezeichnung Metriaclima (von STAUFFER, BOWERS, KELLOGG & MCKAYE 1997 aus dem Pseudotropheus-Zebra-Komplex ausgelöst, entschieden. Sie erwähnten in ihrer Beschreibung den Namen Maylandia nur kurz und erklärten ihn zum nomen nudum (ungültiger Name), da Ihrer Meinung nach die Beschreibung der Unterart Maylandia aus dem Jahr 1984 gewisse zoologische Kriterien nicht erfüllt hat. Ob Richtig oder Falsch, dazu können und werden wir uns nicht äußern. Hierzu kann man im Internet eine Menge recherchieren. Die Abkürzung spec. (oder auch sp.) vom lateinischen Wort species (Deutsch: Spezies, Art) wird im biologischen Sprachgebrauch Gattungsbezeichnungen hinten angestellt, wenn man ausdrücken will, dass es sich zwar um eine konkrete Art handelt, die aber wissenschaftlich noch unbestimmt und noch keine direkt beschriebene Art darstellt.

So steht zum Beispiel Lethrinops spec. für eine nicht näher spezifizierte Lethrinopsart. D.h. "eine nicht genau bestimmte Art, aus der Gattung der Lethrinops". Im Gegensatz zu dem üblicherweise kursiv ausgezeichneten wissenschaftlichen Gattungsnamen, steht spec. dabei meist im normalen Text Satz.

Die Abkürzung cf. steht in der Biologie im System der binären Nomenklatur für ein Exemplar, das mit der Artbeschreibung nicht gänzlich übereinstimmt wie z.B. Protomelas cf. Virgatus

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