Geschlechtsmerkmale bei Malawisee Cichliden

Afrikanische Buntbarsche aus dem Malawisee hinsichtlich Ihres Geschlechtes zu unterscheiden ist sehr häufig keine einfache Angelegenheit.

Hier gut zu erkennen beim Metriaclima sp. "zebra" Maison Reef
Hier gut zu erkennen beim Metriaclima sp. "zebra" Maison Reef

Gerade wenn man Tiere pflegt die sich optisch gesehen anhand ihrer Farbenpracht kaum voneinander unterscheiden wie zum Beispiel Labidochromis caeruleus oder Pseudotropheus demasoni. Die Unterscheidung hinsichtlich der Eiflecken in der Afterflosse lässt keinen Aufschluss darüber, ob es sich um ein männliches oder weibliches Tier handelt. Beide Geschlechter können je nach der Art oder Gattung Eiflecken aufweisen oder nicht. Bei vielen Arten sind die Rückenflossen und Afterflossen bei den Männchen spitz zulaufend, wobei bei weiblichen Tieren diese eher runder auslaufen. Das ist aber auch leider nicht bei allen Arten ein Kriterium der Unterscheidung. Bei vielen Mbuna Arten und auch bei einigen Arten der Gruppe Placidochromis ist das nicht der Fall. Allerdings geht die Brustbeflossung bei vielen männlichen Tieren einiger Mbuna- und verschiedener anderer Arten über den Ansatz der Afterflosse hinaus.

Hier zu erkennen beim Placidochromis sp. "jalo"
Hier zu erkennen beim Placidochromis sp. "jalo"

Generell ist eine Unterscheidung der Tiere ob männlich oder weiblich erst, je nach Gattung, ab einer gewissen Größe und eines gewissen Alters möglich. Das variiert teils sehr stark. Ein weiterer Aspekt ist das „drücken“ oder „dominieren“ vereinzelter Männchen gegenüber Artgenossen. Wir hatten zum Beispiel einmal ein Trio vom Aristochromis christy, wo wir von einem Verhältnis von 1 Männchen und 2 Weibchen ausgingen. Bei einer Größe von 15 cm hatte sich das eine Männchen schon schön gefärbt und seine Flossen gut spitz ausgeprägt. Die beiden anderen Tiere zeigten weder einen Ansatz von Farbe und die Flossenenden waren schön abgerundet. Nachdem ich das Männchen von den anderen Tieren trennte um den Weibchen Ruhe zu geben und einen Bauchansatz anzufüttern, fing eines der Tiere nach kürzester Zeit an sich zu färben…

Geschlechtsunterschiede bei Cichliden
Hier gut bei Copadichromis chrysonotus zu erkennen

Die beste Unterscheidung ist immer noch das „drunter gucken“. Dazu muss man die Tiere vorsichtig rausfangen um den Fisch zu drehen und sich ein Bild von der Unterseite des Fisches zu machen. Nie mit trockenen Händen die Tiere anfassen, vielleicht ist es auch ratsamer, sich Einweg Handschuhe anzuziehen, damit der Fisch nicht verletzt wird. Vom Kopf des Fischs her gesehen befinden sich zwischen den Afterflossen zwei Öffnungen, der After und dahinter die Genitalpapille. Bei kleineren Tieren ist eine Lupe zu empfehlen. Bei männlichen Tieren sind die beiden Öffnungen dichter beieinander und fast gleich groß, wobei bei den Weibchen die hintere, die Genitalpapille, größer ist. Wenn man anfängt sich mit dieser Methode der Bestimmung auseinander zu setzen, sollte man sich Weibchen, die schon getragen haben, zuerst einmal anschauen, denn dort ist es perfekt zu beobachten. Alles andere ist hinterher reine Übungssache.

Synodontis lucipinnis

Erfahrungen im Bereich der Zucht von Synodontis lucipinnis.
Vor einiger Zeit hatten wir uns einen 10er Stamm Synodontis lucipinnis (früher noch petricola dwarf)

Synodontis lucipinis (petricola dwarf)
Synodontis lucipinis (petricola dwarf)

von einem befreundeten Züchter zugelegt. Dieser Züchter berichtete uns, dass er die Tiere schon öfter mal bei der Eiablage beobachtet hätte, aber die Fische so futtergierig waren und die sehr kleinen Eier sofort wieder auffraßen.
Das war natürlich für uns ein Anreiz, die Nachzucht dieser Tiere zu versuchen. In Fachlektüren und im Internet fanden wir einige Zuchtberichte über diese Art, die wir natürlich sofort versuchten in die Tat umzusetzen. Es wurde ein 80 Liter Aquarium genommen und der Boden mit Glasmurmeln ausgelegt, denn es hieß, die Tiere würden ihre Eier dann nicht sehen oder erreichen. Nach einem erfolglosen halben Jahr haben wir den zweiten Versuch gestartet und die Murmeln durch groben Filterschwamm ausgetauscht – funktionierte bei uns leider auch nicht.

Synodontis lucipinnis (petricola dwarf) ca. 3 Wochen alt
Synodontis lucipinnis (petricola dwarf) ca. 3 Wochen alt

Nach weiteren erfolglosen Versuchen (starke Strömung, verschachtelte Steinaufbauten, etc.) gaben wir auf und verkauften die Tiere…
Da der Reiz aber zu groß war, diese Art nachzuzüchten, beschafften wir uns 13 neue Tiere. Ein 104 Liter Aquarium wurde freigemacht, als doppelten Boden eine Kunststoffplatte hineingeschnitten, im hinteren Drittel ca. 80 Löcher (8 mm) in die Platte gebohrt und diese ca. 4 cm über der Bodenplatte postiert. Über das letzte Drittel wo wie die Löcher bohrten bauten wir eine dunkele Höhle und warten ab. Die Überraschung war groß, als sich eines Tages sehr kleine, kaum zu erkennende Winzlinge unter der Platte tummelten. Es waren zwar nur 5-8 Stück, aber erste Erfolge waren zu erkennen. Als von diesen Nachzuchten aber nur 3 Stück groß wurden und der Rest wieder durch die Löcher nach oben in ihr Verderben schwammen, fanden wir das gar nicht so lustig. Es wurde ein Luftheber eingebaut, der das Wasser unter der Platte absaugte und in einen Aufzuchtbehälter, der am Beckenrand befestigt war, drückte. Zwei Tage später trauten wir unseren Augen nicht, als der Kasten voll mit sehr kleinen Jungtieren und Eiern war.

Synodontis lucipinnis (petricola dwarf)
Synodontis lucipinnis (petricola dwarf) im Alter von ca. 15 Wochen

Durch die starke Strömung in dem Aufzuchtbehälter verpilzten die Eier auch nicht und der Erfolg war umwerfend… Wir tauschten den Aufzuchtkasten gegen einen neuen, leeren aus und hingen den mit Jungtieren gefüllten in ein anderes Aquarium. In den ersten Wochen fütterten wir die Tiere mit Aufzuchtfutter und achteten darauf, dass kein Futter im Behälter übrig blieb. Wichtig ist die gute Durchlüftung. In der weiteren Aufzucht setzten wir die Tiere in ein separates Aquarium ohne Bodengrund um die Fische besser unter Kontrolle zu haben und das übrig gebliebene Futter besser absaugen zu können. Durch die Fütterung mit Mysis, Flockenfutter und regelmäßigen Wasserwechsel legten die Tiere rasch an Größe zu.

Copadichromis trewavasae likomo albino

Zufallszucht vom Copadichromis trewavasae likomo albino

Copadichromis trewavasae likoma
Copadichromis trewavasae likoma

Anfang 2006 erwarben wir 2 Männchen und 4 Weibchen als Wildfänge vom Copadichromis trewavasae likoma. Nach einer relativ kurzen Eingewöhnungsphase standen diese Tiere sehr gut und vermehrten sich. Im Laufe der Zeit hatten wir dann ca. 50 WFNZ (Wildfangnachzuchten) in einem 300 Liter Becken bis zum geschlechtsreifen Alter zum Verkauf großgezogen. Die tragenden Weibchen dieser Gruppe wurden aufgrund der eventuellen Geschwisterzucht nicht weiter zur Zucht genommen und wir ließen sie im Becken ausspucken. Es waren im Durchschnitt immer so drei bis fünf dominante Böcke, die sich bei der Besamung der Weibchen abgewechselt hatten.

Copadichromis trewavasae likoma albino Männchen
Copadichromis trewavasae likoma albino Männchen

Eines Tages hatten wir einen Kunden, der sich ein Verhältnis von einem Männchen und zwei Weibchen von den Wildfangnachzuchten zulegen wollte. Er entschied sich bei der Auswahl schnell für zwei tragende Weibchen, die schon ziemlich „reif“ (die im Maul sich befindenden Nachzuchten waren schon selbstständig lebensfähig) waren. Beim Herausfangen der Tiere „spuckten“ die beiden Weibchen ihre Jungtiere aus. Nun hatte ich die Jungtiere jeweils in einem Eimer und der Kunde nahm nur seine 1-2 Tiere ohne die Nachzuchten mit. Erst im Nachhinein viel mir auf, dass da etwas nicht stimmte. Das eine Weibchen hatte drei albinotische und das andere vier albinotische Nachkömmlinge ausgespuckt.

Copadichromis trewavasae likoma albino Weibchen
Copadichromis trewavasae likoma albino Weibchen

Ich gehe davon aus, dass aufgrund der Tatsache zwei Weibchen albinotische Nachzuchten trugen, eines von den Männchen das albinotische Gen in sich trug. Allerdings konnten wir das nicht mehr nachvollziehen, da recht schnell alle anderen Tiere auch verkauft wurden. Die sieben Albinos haben wir dann in einem Artbecken mit Flockenfutter großgezogen. Es kristallisierten sich vier Männchen und drei Weibchen heraus. Eines Tages war eins der Weibchen trächtig und ich wartete in voller Vorfreude auf das Ergebnis… es waren alles Albino-Nachzuchten.
Mittlerweile haben wir uns von den gesamten Tieren getrennt, was ich im Nachhinein bereue. Es sind auf Händlerlisten mal Tiere dieser Art aufgetaucht, wobei ich davon ausgehe, die entstammen aus unseren Ursprungstieren. Leider wurden uns diese Tiere nicht mehr angeboten. C´est la vie.

Welse im Buntbarsch Aquarium

Welse im Buntbarschbecken, da scheiden sich die Geister und viele nehmen es gerne als Streitthema an. Wir halten Ancistrus Arten (vorwiegend die blauen Antennwelse) in diversen Cichliden Aquarien, warum auch nicht?! Allerdings sehen wir schon zu, dass die Welse sich nicht mit anderen Arten in die Quere kommen.

Ein typisches Lethrinops Becken
Ein typisches Lethrinops Becken

Zum Beispiel in einem reinen Lethrinops Becken werden Sie bei uns keine finden, da diese Becken nur sporadisch eingerichtet sind und die Cichliden in der Balz den gesamten Sandboden zu einem Laichkrater aufschütten, was den Lebensraum der Welse sehr stark einschränkt, zumal die Lethrinops auch keine Welse im Bereich ihres Nestes akzeptieren. Futterspezialisten wie einige L-Wels Arten sind für afrikanische Buntbarsch-Aquarien ungeeignet, da sie natürlich auch die unterschiedlichsten Ansprüche an Wasserwerte, Strömung und Temperatur haben. Wer diskutiert, dass diese Tiere im natürlichen Habitat der afrikanischen Cichliden nicht vorkommen, hat recht! Aber es sind auch heimischer Sand, Steine und evtl. auch Pflanzen im Aquarium, das sowieso für die meisten Arten schon eine Begrenzung des natürlichen darstellt, die nicht perfekt sind, die Tiere aber nicht stört oder beeinträchtigt. Wichtig ist nur, dass man sich vorab erkundigt, welche Ansprüche die Welse an Futter oder Wasserwerte haben.

Ancistrus
Ancistrus

Seid Jahren kann man in diversen Buntbarsch-Aquarien die Haltung zusammen mit roten, gelben, braunen oder blauen Antennenwelsen beobachten. Dass es in den meisten Fällen harmoniert sieht man sowohl an den Nachzuchten der Cichliden als auch an den Welsbabys. Der Vorteil von den blauen/braunen Antennenwelsen ist, das diese Art von den Wasserwerten her eine der anpassungsfähigsten im Aquarium ist und das die Welse als Allesfresser keine größeren Ansprüche ans Futter stellen. Der Ancistrus spec. L144 (Gelber Antennenwels) aus Paraguay oder Brasilien zum Beispiel benötigt Temperaturen zwischen 24-30 Grad Celsius, einen PH Wert zwischen 5,5 – 7,5 und eine Gesamthärte zwischen 0-20 (Quelle: L-Welse.com), wobei blaue Antennenwelse sogar problemlos mit einem PH-Wert bis 8,5 gehalten werden können. Gerade halbwüchsige Ancistren in der Größe zwischen 4 und 7 cm arbeiten sehr effektiv gegen den Algenwuchs an Scheiben und auf Steinen. Auch das Nachzüchten dieser Welse in einem Buntbarsch-Aqaurium ist unproblematisch. Als Laichplatz empfiehlt sich eine Tonröhre oder eine Kokosnuss-Schale.

Welse im Malawisee
Welse im Malawisee

Aber Achtung, bei der Vergesellschaftung im Mbuna Becken können kämpfe um die Höhlen entstehen, wobei in vielen Fällen die Welse den Kürzeren ziehen. Beim Fang der Tiere sollte nur kein Schnellfangkescher zum Einsatz kommen, den kann man meist danach vergessen. Wer die Welse gezielt mit Futter wie zum Beispiel Gurke oder Zucchini füttert, wird schnell bemerken, dass sich die verschiedensten Cichliden-Arten auch daran zu schaffen machen. Nur, wer die Welse zuviel füttert, wird schnell feststellen, dass der Algenwuchs in seinem Aquarium zunimmt.

Aquaristik und Urlaub

Der Urlaub steht ins Haus und die Frage kommt auf, was mit dem Aquarium während dieser Zeit passiert?! Viele andere Tiere kann man zur Pflege einfach unterbringen oder mitnehmen, das geht mit Fischen leider nicht.

Urlaubsimpressionen Malawisee
Urlaubsimpressionen Malawisee

Im Vorfeld sollte man so drei bis vier Tage vor dem Urlaub einen Wasserwechsel zwischen 30 und 70 Prozent des Beckeninhaltes je nach Besatzdichte vornehmen. Niemals den Filter mit saubermachen, da sonst unter Umständen der Bakterienhaushalt des Aquariums komplett durcheinander gebracht wird. Falls der Filter eine Säuberung nötig hat, sollte der schon ein paar Wochen vorher gereinigt werden (alles eine Frage des Timings und der Vorplanung). Bei Außenfiltern noch mal alle Verbindungen und Schläuche kontrollieren und überprüfen.

Ein Urlaub muß geplant sein, so oder so
Ein Urlaub muß geplant sein, so oder so

Wenn das Aquarium in Räumen mit Tageslicht steht, sollte für die Zeit des Urlaubs die Beleuchtung (nur wenn das die Art der Pflanzen zulässt) abgeschaltet werden. Den Fischen macht das nichts aus und es hat im Sommer den Vorteil, dass das Aquarium bei warmen Tagen nicht noch zusätzlich durch die Lampen aufgeheizt wird. Falls es sehr warm werden soll, ist darauf zu achten das das Becken gut belüftet ist, notfalls noch zusätzlich eine Luft- Membranpumpe einsetzen.
Adulte Fische können problemlos 14 Tage am Stück ohne Futter auskommen, das sollte aber nur maximal einmal im Jahr passieren. Bei Jungtieren im Wachstum ist das nicht ratsam. Bitte auch nicht vorher sehr viel an Futter reinschmeißen, damit die Tiere für den Zeitraum genug zu fressen haben. Falls der Urlaub länger dauert und man eine aquaristisch unerfahrene Person zur Fütterung einsetzen muss, sollte man die täglich zu fütternden Portionen, ob Flockenfutter, Granulate oder Sticks vorher portionieren. Man hört bei umgekippten Becken hinterher zu oft den Satz: „Aber die sind doch immer hoch zum Futter gekommen und sahen doch so hungrig aus.“ Der Leitsatz für solche Personen sollte lauten: „Weniger ist mehr!“

Urlaubsimpression Malawisee
Urlaubsimpression Malawisee

Es ist ratsam unerfahrenen Personen einen Ansprechpartner zu geben, natürlich in Absprache, falls doch irgendetwas Unerwartetes passiert. Auch Futterautomaten kann man einsetzen, nur sollte darauf geachtet werden das diese einzeln zu portionieren sind oder eine interne Belüftung haben, damit das Futter nicht verklebt. Unmittelbar vor dem Urlaub sollte man sich keine neuen Tiere zulegen, da diese eine gewisse Eingewöhnungsphase benötigen und dann auch in dieser Zeit beobachtet werden müssen.

Wenn man diese Ratschläge im Vorfeld beachtet und umsetzt kann man sich nach einem erholsamen Urlaub wieder auf sein Aquarium freuen!

Bau eines Lufthebers

Nachdem wir die flexible Kompaktfilterung in einem unserer Blogs vorgestellt haben, häuften sich die Fragen nach dem Luftheber den wir dort verwendeten. Den hier beschriebenen Luftheber haben wir bei einer Beckenhöhe von 50 cm im Gebrauch. Sowohl der Einsatz in einem Filtertopf, im Dreikammer-System oder als HMF (Hamburger Mattenfilter) ist mit dem Luftheber möglich und effizient.

Als Material zur Herstellung verwenden wir PVC-U Bauteile und benötigen folgende:

Das wird an Material gebraucht

40 cm Rohr DN 25, 4,5 cm Rohr DN 20, 2 x Muffe DN 25, Bogen kurz 90 Grad DN 25, 2x Reduktion kurz von DN 25 auf DN 20, Kunststoffwinkel 4/6 mm; zum Bau wird folgendes benötigt: Akku-Schrauber, Kunststoff Reiniger, PVC-U Kleber, 1 mm und 5,5 mm Bohrer, 5,5 mm Bohrer, Feine Säge und ein Tuch

Zuerst haben wir das 4,5 cm lange Rohr, DN 20 ca. auf der Hälfte jeweils in drei Reihen ringsum mit kleinen Löchern (1mm) gebohrt. Eine Muffe wird unterhalb der Mittelfaser

zum Anschluss des Luftschlauches für das Einsetzen des Winkels 4/6 mm gebohrt

Bau eines Lufthebers
Bau eines Lufthebers

(Bohrerstärke 5,5 mm) und

anschließend werden alle zu verklebenden Teile mit dem PVC Reiniger gereinigt. Die Reduktion kurz wird auf das gebohrte 4,5 cm Stück geklebt. Nun wird das gebohrte Stück mit der oben stehenden Reduktion zur Hälfte in die gebohrte Muffe geklebt, so dass die Bohrung für den Schlauchanschluss oberhalb der Nut zur Reduktion gerichtet ist. Ist das getrocknet, wird die zweite Muffe oben auf die andere Hälfte der herausschauenden Reduktion geklebt.

Das Grundelement des Lufthebers
Das Grundelement des Lufthebers

Das Grundelement für den Luftheber ist fertig!

 

Das Rohr DN 25 wird je nach Bedarf (von der Beckenhöhe abhängig) gesägt und auf die „Heberanlage“ geklebt, falls man es flexibel halten möchte kann auch das Ende mit Teflonband umwickelt werden und in die Muffe gesteckt werden (empfiehlt sich, da es zum gelegentlichen saubermachen leichter zu Handhaben ist). Für Filtertöpfe wird noch ein Rohr passend gesägt und unten in die Muffe gesteckt oder geklebt. Der Bogen kurz 90 Grad DN 25 wird auf das Rohr gesteckt und je nach Filterart wird ein Stück Rohr DN 25 in den Bogen geklebt, fertig. Hat man mehrere dieser Luftheber in einer Anlage oder bei ein paar Aquarien in Gebrauch, empfiehlt es sich, falls die Aquarien eine unterschiedliche Wasserstandshöhe haben, das Grundelement immer in etwa der gleichen Höhe im Wasser zu positionieren. Das hat zum Vorteil, dass die Luftheber alle gleich Arbeiten und auch dieselbe Menge an Luft bekommen.

Bau eines Lufthebers
Bau eines Lufthebers

Unsere Anlage wird durch ein Seitenkanalgebläse mit Luft gespeist und da ist es relativ wichtig, denn das Gebläse baut keinen großen Druck in der Ringleitung auf.

Nachdem wir die flexible Kompaktfilterung in einem unserer Blogs vorgestellt haben, häuften sich die Fragen nach dem Luftheber den wir dort verwendeten. Den hier beschriebenen Luftheber haben wir bei einer Beckenhöhe von 50 cm im Gebrauch. Sowohl der Einsatz in einem Filtertopf, im Dreikammer-System oder als HMF (Hamburger Mattenfilter) ist mit dem Luftheber möglich und effizient.

Als Material zur Herstellung verwenden wir PVC-U Bauteile und benötigen folgende: 40 cm Rohr DN 25, 4,5 cm Rohr DN 20, 2 x Muffe DN 25, Bogen kurz 90 Grad DN 25, 2x Reduktion kurz von DN 25 auf DN 20, Kunststoffwinkel 4/6 mm; zum Bau wird folgendes benötigt: Akku-Schrauber, Kunststoff Reiniger, PVC-U Kleber, 1 mm und 5,5 mm Bohrer, 5,5 mm Bohrer, Feine Säge und ein Tuch

Zuerst haben wir das 4,5 cm lange Rohr, DN 20 ca. auf der Hälfte jeweils in drei Reihen ringsum mit kleinen Löchern (1mm) gebohrt. Eine Muffe wird unterhalb der Mittelfaser zum Anschluss des Luftschlauches für das Einsetzen des Winkels 4/6 mm gebohrt (Bohrerstärke 5,5 mm) und anschließend werden alle zu verklebenden Teile mit dem PVC Reiniger gereinigt. Die Reduktion kurz wird auf das gebohrte 4,5 cm Stück geklebt. Nun wird das gebohrte Stück mit der oben stehenden Reduktion zur Hälfte in die gebohrte Muffe geklebt, so dass die Bohrung für den Schlauchanschluss oberhalb der Nut zur Reduktion gerichtet ist. Ist das getrocknet, wird die zweite Muffe oben auf die andere Hälfte der herausschauenden Reduktion geklebt.

Das Grundelement für den Luftheber ist fertig!

Das Rohr DN 25 wird je nach Bedarf (von der Beckenhöhe abhängig) gesägt und auf die „Heberanlage“ geklebt, falls man es flexibel halten möchte kann auch das Ende mit Teflonband umwickelt werden und in die Muffe gesteckt werden (empfiehlt sich, da es zum gelegentlichen saubermachen leichter zu Handhaben ist). Für Filtertöpfe wird noch ein Rohr passend gesägt und unten in die Muffe gesteckt oder geklebt. Der Bogen kurz 90 Grad DN 25 wird auf das Rohr gesteckt und je nach Filterart wird ein Stück Rohr DN 25 in den Bogen geklebt, fertig. Hat man mehrere dieser Luftheber in einer Anlage oder bei ein paar Aquarien in Gebrauch, empfiehlt es sich, falls die Aquarien eine unterschiedliche Wasserstandshöhe haben, das Grundelement immer in etwa der gleichen Höhe im Wasser zu positionieren. Das hat zum Vorteil, dass die Luftheber alle gleich Arbeiten und auch dieselbe Menge an Luft bekommen. Unsere Anlage wird durch ein Seitenkanalgebläse mit Luft gespeist und da ist es relativ wichtig, denn das Gebläse baut keinen großen Druck in der Ringleitung auf.

Bau einer Aquarien Rückwand

Rückwände sind meist teuer und man bekommt auch nie genau das, was man für sein Aquarium benötigt. Das selber herstellen einer Beckeneinrichtung hat uns schon immer gereizt, nach Informationsaustausch mit anderen Aquarianern die schon einmal Rückwände gebaut hatten machten wir uns dran, dieses auch zu probieren.

Was wir benötigt haben: Styropor, PU-Schaum, Fliesenkleber, Messer, Raspel, Heißluftfön, diverse Binderfarben, Silikon, Pinsel, Schwamm und Epoxydharz

Zuerst haben wir 4 cm starke Styropor Platten zurechtgeschnitten und mit Silikon an die Rück- und Seitenwände geklebt. Diverse dickere Styropor Blöcke (man kann auch mit PU-Schaum verschiedene Styropor Platten zusammenkleben, wenn man Problem hat große Stücke zu bekommen) haben wir mit der Raspel oder dem Messer bearbeitet und mit PU-Schaum auf die Rückwand oder den Boden geklebt.

Styropor und PU-Schaum
Styropor und PU-Schaum

Mit dem PU-Schaum haben wir dann noch diverse Nachmodelierungen an den verschiedensten Bauteilen vorgenommen. Mit dem Heißluftfön wurde in die Rückwand und auf den einzelnen Stücken Struktur eingebrannt (Vorsicht, das Styropor wird recht heiß und schmilzt nach!). Nach ein paar Stunden war der Schaum fest, das Styropor abgekühlt und wir konnten den Fliesenkleber anmischen, den wir nun gleichmäßig auf den Bauteilen verteilten.

Verstreichen mit Fliesenkleber
Verstreichen mit Fliesenkleber
Verstreichen mit Fliesenkleber
Verstreichen mit Fliesenkleber

Mit dem Kleber kann man dann noch zusätzlich feine Strukturen und Steinoptiken den Bauteilen zufügen. Den Glasboden und die Frontscheibe sollte man nach Abschluss der Arbeiten mit dem Fliesenkleber gut säubern, denn der leichte Zementfilm ist nachher schwer zu entfernen. Nach zwei bis drei Tagen war der Fliesenkleber gut durchgetrocknet und es konnte Farbe angemischt werden.

Streichen der Bauteile mit Farbe
Streichen der Bauteile mit Farbe

Wir haben Volltonfarben in den Tönen schwarz, weiß, diverse grün, braun und blautöne verwendet. Das verteilen der Farbe haben wir mit einem Schwamm und einem Pinsel gemacht. Nachdem die Farbe durchgetrocknet war, haben wir einen breiten Pinsel genommen und den in die Farbe weiß getaucht, anschließend wurde der Pinsel richtig auf einem Stück Küchenrolle ausgestrichen und leicht über die Oberfläche der Bauteile und der Rückwand gestrichen. Damit wurde eine abschließende sehr schöne Faser erzeugt. Als alles gut durchgetrocknet war haben wir Epoxydharz angemischt (Härter und Harz ist leicht im Internet zu bekommen 1,2,3,…) und alles gut angestrichen. Die Bodenplatte haben wir gleich mit gestrichen und anschließend mit Quarzsand abgestreut. Damit verhindert man, dass beim graben der Cichliden das Glas zu sehen ist. Als Abschluss wurde nach dem durchtrocknen des Epoxydharz noch die Ränder mit Silikon dicht gemacht.

Das fertige Endprodukt der hergestellten Einrichtung
Das fertige Endprodukt der hergestellten Einrichtung
Das fertige Endprodukt der hergestellten Einrichtung
Das fertige Endprodukt der hergestellten Einrichtung

Nach ca. 2 Wochen und einer Menge Schweinerei (ich würde es nicht in der Wohnung machen) war die selbstgebaute Einrichtung fertig und das Becken wurde gut ausgespült und sauber gemacht. Die Endbefüllung wurde durchgeführt und die Technik (Förderpumpe und Heizung) sowie die Filtermatten wurden eingebaut. Das Becken läuft mittlerweile seid einem halben Jahr mit einer Wildfangruppe Cyphotilapia frontosa blue Zaire Moba die sich bester Gesundheit erfreuen.

Fische kaufen

Fische kaufen. Hier haben wir für Sie einige Vorschläge für den Kauf und den Umgang mit neu erworbenen Tieren aufgestellt. Gerade die neu erworbenen Tiere können, bedingt durch Fang, Verpackung, Transport und Einsetzen, sehr empfindlich reagieren.

1. Die Auswahl der Tiere

 

 

Die richtige Auswahl der Tiere ist wichtig.

 

 

 

 

Handel

schauen Sie sich die Tiere genauestens an und lassen Sie sich von dem Händler/Züchter Ihres vertrauen beraten, lieber einmal mehr Fragen als zu wenig.

Beckengröße

man beachte die Endgröße mancher Arten und die empfohlene Beckengröße die angegeben sein sollte!

Aggressivität

nicht jeder Buntbarsch lässt sich gut mit anderen vergesellschaften, es ist auch auf das empfohlene Verhältnis Männchen zu Weibchen zu achten!

Kenntnis

welche Arten werden bereits in Ihrem Aquarium gepflegt, passen die neuen Tiere im Bezug auf Futter, Verhalten und Einrichtung dazu?

Bedürfnisse der Tiere

kann ich als Pfleger die Ansprüche gewisser Arten überhaupt erfüllen?

2. Sorgsamer Transport

 

 

 

Einsetzen von Fischen
Behutsamer Transport der Tiere

 

 

 

 

Darauf achten, dass die Tüten mit Sauerstoff verpackt sind und je nach Beschaffenheit der Tiere diese evtl. auch einzeln verpacken lassen. Einen

Einsetzen von Fischen
Ggf. mit Sauerstoff je nach Beschaffenheit auch einzeln verpackt

Temperaturabfall, -anstieg vermeiden. Die Transportbeutel möglichst abdunkeln und gegebenenfalls je nach Witterung geeignete Transportbehälter (Styroporkisten, Kühltaschen etc.) verwenden. Möglichst kurzer Transportweg – ohne große Umwege, Tiere im Versand sind mitunter 24 Stunden unterwegs und die Eingewöhnungsphase verlängert sich dementsprechend.

3. Einsetzen der Tiere

 

 

 

Einsetzen von Fischen
Einsetzen von Fischen

 

 

 

 

Einen Temperaturangleich der Transportbeutel an die Wassertemperatur im Aquarium vornehmen. Gegebenenfalls ein vorsichtiges und langsames Angleichen an die vorhandenen Wasserwerte, prüfen der Werte im Aquarium vorab – gegebenenfalls einen Teilwasserwechsel durchführen. Plötzliche Veränderungen seitens Temperatur und Wasserchemie können sich sehr nachteilig auf den Organismus der neu erworbenen Tiere auswirken und sie sind anfälliger für Krankheiten.

4. Beobachten

 

Können sich die neu eingesetzten Tiere weitestgehend „stressfrei“ bewegen?

Nicht erst lange zusehen, wie die Tiere tagelang im Abseits stehen, das bedeutet Stress! Notfalls sollten Sie bereit sein, die Dekoration zu verändern oder sogar für einige Tage zu entfernen.

5. Weitere Pflege

 

Die Fische am ersten Tag nicht füttern. An den nach folgenden Tagen nur mäßig füttern, eventuelles Gewöhnen der Tiere an ihr Futter falls sich Ihr Futter von dem des Verkäufers unterscheidet. Die Tiere nur mit dem Fischfutter füttern, welches die Fische benötigen (Fischfresser sollte man zum Beispiel nicht mit Spirulina Flocke füttern und andersrum auch keine Mbunas mit roten Mückenlarven).

Sollten Sie all diese Vorschläge beachten, werden Sie hoffentlich lange Freude am Anblick Ihrer Tiere haben. Dieses sind unverbindliche Empfehlungen und bedeuten keinesfalls eine Garantie für das Gelingen.

Das richtige Fischfutter für Cichliden

Wie ernähre ich meine Fische Richtig?
Das setzt natürlich voraus, dass ich weiß was meine Buntbarsche oder auch andere Tiere die in meinem Besitz sind, an Futter benötigen.

Das heißt, zuerst einmal sollte man sich informieren, bei den Arten die man pflegt oder pflegen möchte, was diese Tiere in Ihrem natürlichen Habitat an Nahrung aufnehmen.

Fütterung von Cichliden
Fütterung von Cichliden

Allerdings ist das bei Tieren in der x-ten Nachzucht nicht mehr so ausgeprägt, denn Fische passen sich leicht an. So sollte man sich dann lieber bei der Beschaffung der Tiere informieren was der Halter vorher gefüttert hat. Eine Umgewöhnung ist immer möglich aber teils sehr Zeitaufwendig und recht schwierig. Nur sollte darauf geachtet werden, das die Tiere auch das bekommen was sie benötigen. Eine Nachzucht von einer Mbuna-Art würde auch Muschelfleisch oder Rinderherz fressen, allerdings macht sich das bei der Endgröße, Vitalität, Farbenpracht und der Verfettung bemerkbar. Und das nicht zum positiven!

Wir füttern bei unseren Tieren fast ausschließlich Trockenfutter in Form von Flockenfutter, Granulat oder Pellets.

Unterschiedliche Arten von Trockenfutter für Buntbarsche
Unterschiedliche Arten von Trockenfutter für Buntbarsche

Das heut zu Tage im Handel zu beziehende Trockenfutter ist wissenschaftlich so ausgreift und auf die verschiedenen Arten abgestimmt, dass bei ständiger Fütterung keine Mangelerscheinungen der Fische auftreten. Generell empfehlen wir bei der Fütterung mit Pellets, Granulaten oder Sticks diese immer vorher aufzuweichen. Viele Arten, gerade im Bereich von Mbuna oder Lethrinops-Arten fressen dieses Futter sehr gerne. Beim einweichen des Futters merkt man aber schnell das es zwar nicht sein Volumen verändert, aber Wasser aufnimmt. Dieses aufnehmen des Wassers kann dem Tier, je nach aufgenommener Menge Futter, starke Probleme bereiten, was sich in den meisten fällen als Stress auswirkt. Dadurch sind die Fische anfälliger gegen Krankheiten. Wildfänge in unserem Besitz werden ausschließlich nur mit Flockfutter gefüttert.

Fischfutter für Cichliden
Fischfutter für Cichliden

Bei vielen Futtersorten wird wie folgt unterschieden: Omnivore, d.h. Allesfresser deren Nahrung sowohl aus pflanzlichen als auch tierischen Organismen besteht. Herbivore bezeichnet Tiere die sich ausschließlich von pflanzlicher Kost ernähren und Carnivore bezieht sich auf Tiere, deren Nahrung aus Fisch oder Fleisch besteht.

Zusätzlich kann man im Frostfutterbereich noch Artemia, diese in Binnensalzgewässern vorkommenden Krebstiere mit einer Größe von bis zu 2 cm oder Mysis, eine Schwebegarnele mit einer Länge bis zu 2,5 cm füttern. Im Aufzuchtbereich ist das Ansetzen von Artemia Eiern auch gängige Praxis, allerdings kann die Eihülle oder nicht geschlüpfte Eier bei Jungtieren ein Darmverschluss verursachen.

Nur so viel Fischfutter ins Becken geben, wie die Tiere die man pflegt innerhalb von wenigen Minuten weg fressen. Wichtig ist nur das man nicht zu viel füttert und daran denken: Je mehr Futter, desto höher ist die Belastung des Wassers!