Das Eingewöhnen von Cichliden

Das Eingewöhnen von Cichliden:

Bekommt man Fische geschickt oder holt man Tiere selber, die über einen längeren Zeitraum in Tüten verpackt sind, sollte man diesen Tieren die Chance geben sich einzugewöhnen.

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Cichliden Import Barschkeller

Viele Händler verwenden als Zusatz im Wasser der zu verschickenden oder verpackten Tiere Wasseraufbereiter  als Zusatz, der das Wasser  färbt. Je nach Anbieter in der verschiedenen Farben.  Der Wasseraufbereiter dient dazu, die Fische ruhiger zu stellen und das Wasser stabiler zu halten.  Auf dieser Basis ist die Verwendung erlaubt. Allerdings ist reines „Beruhigungsmittel“ in Deutschland beim Fischversand verboten! Wir vom Barschkeller verwenden Fish Protector von Kordon.

Bei der direkten Eingewöhnung der Tiere ist die Temperatur ein sehr wichtiger Baustein! Gewöhnt man z.B. Aulonocara die im Beutel zu „kalt“ geworden sind, nicht langsam ran, ist meist Ichthyophthiriose (Weißpünktchenkrankheit) das Resultat. Das ist auch der Grund, weshalb wir nicht versenden, wenn die Nachttemperatur unter Null Grad Celsius fällt.

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Barschkeller Import von Cichliden

Was aber bei Tieren die lange unterwegs waren und im ungünstigsten Fall auch noch mit vielen Fischen in einer Tüte verpackt sind, noch wichtiger ist, ist das langsame „ran holen“. Das ist meist bei Wildfängen das Problem, jeder möchte die Fische so günstig wie möglich bekommen und eines der größten Kostenfaktoren ist der Versand, d.h. viel Fisch auf wenig Volumen setzten um Geld zu sparen… Die Fische haben durch den langen Transport das Wasser in der Tüte sehr stark belastet und nehmen die „Giftstoffe“ in Ihrem Blutkreislauf auf. Würde man solche Tiere direkt ins Becken packen, geht es rechts, links, oben, unten und tot (Nitirtvergiftung). Deshalb die Fische direkt mit der „Suppe“ aus dem Beutel in einen Behälter gießen, der im günstigsten Fall auch noch zusätzlich belüftet werden kann. Tüte auf, Fische mit Wasser aus dem Beutel in den Behälter und erst einmal warten (sollte der Behälter zu groß sein, ruhig nur die Tüte aufmachen und abwarten). Dann am besten in Intervallen über einen 4/6mm Schlauch immer wieder über einen längeren Zeitraum (je nachdem wie die Fische stehen) Aquarien Wasser dazugeben und den Tieren genügend Zeit zwischendurch geben, sich zu stabilisieren. So ein Vorgang kann sich beim Eingewöhnen von Wildfängen mal eben über 5 Stunden hinziehen.

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Das Eingewöhnen von Wildfängen

Was aber auch bei „neuen“ Fischen wichtig ist, ist die Fütterung! Wir halten es so, dass die Fische die wir versenden zwei Tage vorher nicht füttern (damit sie beim Versand nicht durch den Kot das Wasser im Beutel noch zusätzlich belasten) ich gebe meistens die Empfehlung dann noch zwei Tage mit der Fütterung zu warten, damit die Tiere erst einmal in Ihrer Umgebung zu Ruhe kommen. Man möchte ja auch nicht den Filterbakterienstamm des eigenen Aquariums überfordern wenn mehrere Tiere gleichzeitig neu eingesetzt werden.

„Frische“ Wildfänge sollten noch extremer und langsamer an das Futter herangeführt werden. Es ist darauf zu achten, dass nicht zu nährstoffreiches Futter in der Anfangszeit gefüttert wird, welches die Tiere noch gar nicht verarbeiten können.

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Das Eingewöhnen von Wildfängen

Und dann steht einer langen Freude an seinen neuen Tieren normalerweise nichts im Wege.

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