Mastacembelus Stachelaale aus Afrika

 

Über diese Stachelaale (Mastacembelidae) ist in der Literatur leider nicht viel zu erfahren, zurzeit sind ca. 70 Arten (laut Wikipedia) aus tropischen und subtropischen Gewässern bekannt. Bei den afrikanischen Arten ist die Schwanzflosse mit der Rücken- und der Afterflosse zusammengewachsen und die Oberlippe mit den Nasenlöchern ist verlängert. Diese Tiere leben in der Bodenzone und sind nachtaktiv. Ihre Augen sind sehr schwach, wobei dafür der Geruchssinn sehr gut ausgeprägt ist. Ihre Nahrung besteht aus Krebstierchen und kleinen Fischen.

Mastacembelus
Frisch eingetroffene Mastacembelus

Uns haben diese Bewohner der afrikanischen Seen schon immer gereizt. Als wir dann Ende 2010 auf einer Stockliste eines Importeurs diese Tiere als „Mixed“ (nicht genau zuzuordnen, aber aus den afrikanischen Seen) gesehen haben, war die Entscheidung schnell getroffen und wir haben uns 10 Stück zugelegt. Zur anfänglichen Beobachtung sollte ein kleines Becken mit Sand reichen. Als Versteckmöglichkeiten haben wir den Tieren ein Hohlziegelstein,

Hohlziegelstein als Versteckmöglichkeit
Hohlziegelstein als Versteckmöglichkeit

die es in verschiedenen Größen mit verschieden großen Löchern gibt, in das Aquarium gestellt. Die scharfen Kanten der Steine haben wir mit einer Raspel so bearbeitet, dass die Tiere sich nicht mehr daran verletzen Konten. Zur Fütterung der Tiere, die eine Größe zwischen 11 cm und 16 cm hatten, nahmen wir die Frostfuttersorten Mysis und weiße Mückenlarven, welches wir im aufgetauten Zustand verfütterten. Die Mastacembelus gewöhnten sich schnell ein und nahmen die Versteckmöglichkeiten des Steins sehr gut an. Bei der Überlegung die Tiere mit anderen Malawisee Bewohnern wie z.B. Cichliden zu vergesellschaften kamen ein paar Zweifel auf, da ja jeder weiß, wie gierig gesunde Cichliden nach Futter sind und wir unsere Tiere vorwiegend mit Flockenfutter füttern.

Zur Fütterung dient eine Glasflasche
Zur Fütterung dient eine Glasflasche

Eine klare Glasflasche war der entscheidende Tipp.

Mastacembelus
Mastacembelus

Die Öffnung so groß, dass nur die Mastacembelus und keine Cichliden durchpassen. Das aufgetaute Frostfutter haben wir in die Flasche gefüllt und diese im Aquarium versenkt. Die Mastacembelus waren anfangs sehr zurückhaltend. Wir hielten uns Konsequent an die Fütterung über die „Flasche“ und schon nach ein paar Tagen war zu beobachten, dass die Tiere beim versenken schon sehr nervös wurden. Nach ca. 2 Wochen waren sie „zahm“ und es immer wieder nett zu beobachten wie die Tiere bei der Fütterung sich verhalten. Es muss nur bald wohl eine Flasche mit einer größeren Öffnung her…

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