Synodontis lucipinnis

Erfahrungen im Bereich der Zucht von Synodontis lucipinnis.
Vor einiger Zeit hatten wir uns einen 10er Stamm Synodontis lucipinnis (früher noch petricola dwarf)

Synodontis lucipinis (petricola dwarf)
Synodontis lucipinis (petricola dwarf)

von einem befreundeten Züchter zugelegt. Dieser Züchter berichtete uns, dass er die Tiere schon öfter mal bei der Eiablage beobachtet hätte, aber die Fische so futtergierig waren und die sehr kleinen Eier sofort wieder auffraßen.
Das war natürlich für uns ein Anreiz, die Nachzucht dieser Tiere zu versuchen. In Fachlektüren und im Internet fanden wir einige Zuchtberichte über diese Art, die wir natürlich sofort versuchten in die Tat umzusetzen. Es wurde ein 80 Liter Aquarium genommen und der Boden mit Glasmurmeln ausgelegt, denn es hieß, die Tiere würden ihre Eier dann nicht sehen oder erreichen. Nach einem erfolglosen halben Jahr haben wir den zweiten Versuch gestartet und die Murmeln durch groben Filterschwamm ausgetauscht – funktionierte bei uns leider auch nicht.

Synodontis lucipinnis (petricola dwarf) ca. 3 Wochen alt
Synodontis lucipinnis (petricola dwarf) ca. 3 Wochen alt

Nach weiteren erfolglosen Versuchen (starke Strömung, verschachtelte Steinaufbauten, etc.) gaben wir auf und verkauften die Tiere…
Da der Reiz aber zu groß war, diese Art nachzuzüchten, beschafften wir uns 13 neue Tiere. Ein 104 Liter Aquarium wurde freigemacht, als doppelten Boden eine Kunststoffplatte hineingeschnitten, im hinteren Drittel ca. 80 Löcher (8 mm) in die Platte gebohrt und diese ca. 4 cm über der Bodenplatte postiert. Über das letzte Drittel wo wie die Löcher bohrten bauten wir eine dunkele Höhle und warten ab. Die Überraschung war groß, als sich eines Tages sehr kleine, kaum zu erkennende Winzlinge unter der Platte tummelten. Es waren zwar nur 5-8 Stück, aber erste Erfolge waren zu erkennen. Als von diesen Nachzuchten aber nur 3 Stück groß wurden und der Rest wieder durch die Löcher nach oben in ihr Verderben schwammen, fanden wir das gar nicht so lustig. Es wurde ein Luftheber eingebaut, der das Wasser unter der Platte absaugte und in einen Aufzuchtbehälter, der am Beckenrand befestigt war, drückte. Zwei Tage später trauten wir unseren Augen nicht, als der Kasten voll mit sehr kleinen Jungtieren und Eiern war.

Synodontis lucipinnis (petricola dwarf)
Synodontis lucipinnis (petricola dwarf) im Alter von ca. 15 Wochen

Durch die starke Strömung in dem Aufzuchtbehälter verpilzten die Eier auch nicht und der Erfolg war umwerfend… Wir tauschten den Aufzuchtkasten gegen einen neuen, leeren aus und hingen den mit Jungtieren gefüllten in ein anderes Aquarium. In den ersten Wochen fütterten wir die Tiere mit Aufzuchtfutter und achteten darauf, dass kein Futter im Behälter übrig blieb. Wichtig ist die gute Durchlüftung. In der weiteren Aufzucht setzten wir die Tiere in ein separates Aquarium ohne Bodengrund um die Fische besser unter Kontrolle zu haben und das übrig gebliebene Futter besser absaugen zu können. Durch die Fütterung mit Mysis, Flockenfutter und regelmäßigen Wasserwechsel legten die Tiere rasch an Größe zu.

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